Großer Preis der Bankimmobilien am Samstag, den 12. April 2008
Katharina Daniela Werning: Jung, hübsch und erfolgreich im Sattel
Fünf Jockeys in der Familie: Wernings halten den Rekord
Halle (MSPW). Katharina Daniela Werning (23)

kennt
nur ein Ziel. Sie will beim Pferderennen ganz vorne landen. Das gelingt ihr
oft. Mit mehr als 125 Siegen zählt die Dortmunderin zu den erfolgreichsten
weiblichen Jockeys in Deutschland. Die Freunde des Galopprennsports in Halle
dürfen sich freuen, denn Kathi, wie sie von ihren Freunden genannt wird,
steigt zur Saisoneröffnung am Samstag, 12. April, auch in Halle in den
Sattel. Und sollte sie gewinnen, wird Sportmoderator
Werner
Hansch bei der Siegerehrung nicht nur eine im Sattel erfolgreiche Sportlerin,
sondern auch eine ausgesprochen attraktive Kathi interviewen können.
Jung, hübsch und erfolgreich! Da ist es kein Wunder, dass schon Agenturen
bei ihr vorgesprochen haben, um Foto-Shootings zu machen. Von einer Agentur
wurde sie sogar auf der Straße angesprochen und gefragt, ob sie nicht
Lust hätte, mal als Model zu arbeiten. Sie sagte "ja". Die Ergebnisse können
sich sehen lassen.
"Der Playboy hat aber noch nicht angerufen", lacht die blonde Dortmunderin,
von der sich so

mancher
männliche Rennbahn-Besucher wünscht, dass sie ihre "Verkleidung" mit
einem Helm, der ihr strahlendes Gesicht und die langen blonden Haare meist nicht
richtig zur Geltung kommen lässt, durchaus einmal lüften möge.
Hübsch hin, bemerkenswerte Figur her: Ohne Talent würde Katharina
Daniela Werning zumindest auf den Rennbahnen im In- und Ausland wohl für
weniger Schlagzeilen sorgen. Doch das Talent ist ihr in die Wiege gelegt worden.
Vater Reiner (65) ist gelernter Pferdewirt, Trainer und früherer Rennreiter.
Seine Bilanz: Fast 600 Siege! Schwester Britta (43) stieg als Reiterin in den
Rennsattel, ebenso die Brüder Mario (41), Frank (40), Pascal Jonathan (25)
und eben Katharina Daniela (23) selbst. Einschließlich Vater Reiner gibt
es fünf (!) Jockeys in der Familie. Wahrscheinlich Weltrekord!
Außerdem ist Nesthäkchen Clarissa Christina (18) auch rennerprobt.
Mit fünf Siegen darf sie sich allerdings noch nicht Jockey nennen. Dafür
muss man 50 Siege vorweisen können.
Bei so vielen guten Genen wundert es nicht, dass Nachkömmling Kathi, die
eines von sieben Werning-Kindern ist, mit ihren 1,69 Meter und 51 Kilo auch
die Aufmerksamkeit eines großen Stalles fand: Zur Zeit ist sie beim berühmten
Gestüt Röttgen in Köln-Heumar angestellt, wo Galopper-Trainer
Hans Blume ihr Chef ist.
Und der kann stolz sein auf das Energiebündel, das bei Trainern wie Andreas
Löwe und Horst Steinmetz arbeitete, die das Reiten allerdings "von Kindesbeinen
an" bei ihrem Vater Reiner lernte, wo sie als "Stift" begonnen hatte. Nicht
immer lief alles glatt. Jockeys leben bekanntlich gefährlich. "So sechs
oder sieben Mal bin ich bei den über tausend Rennen, die ich bisher bestritten
habe, auch mal vom Pferd gefallen", erinnert sich die "kleine Werning". Brustwirbel,
Ellenbogen und Schultern waren schon lädiert.

Aber
aus der Bahn geworfen haben sie solche Zwischenfälle nicht. Unbeirrt bastelt
die einstige Realschülerin an ihrer Karriere. Morgens von 6.30 Uhr bis
12.30 Uhr Reiten in Röttgen, dann weiter zu den Rennplätzen, oft bis
nach Frankreich, wo sie in der Saison 2007 zu den erfolgreichsten weiblichen
Jockeys zählte.
Werbung macht sie auf ihrer Reiterhose für die Galopprennbahn in Bremen.
Dort ist sie wohl nicht nur wegen ihres reiterlichen Könnens aufgefallen.
Die Funktionäre des Rennclubs an der Weser müssen sie auch schon mal
ohne Helm und in Freizeitkluft gesehen haben: Hübsch, Strahle-Lächeln
und freundlich. In Bremen wird sie wohl nicht ihren letzten Werbevertrag unterschrieben
haben.
Den Freunden des Rennsports wird Kathi Werning, die privat mit Jockey Marvin
Suerland (Köln) sehr gut befreundet ist, jedenfalls noch länger erhalten
bleiben. "Ich reite, sagen wir mal, bis ich 35 bin", kündigt sie optimistisch
an.