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Katharina Daniela Werning: Jung, hübsch und erfolgreich im Sattel

Fünf Jockeys in der Familie: Wernings halten den Rekord

Halle (MSPW). Katharina Daniela Werning (23) Katharina Daniela Werningkennt nur ein Ziel. Sie will beim Pferderennen ganz vorne landen. Das gelingt ihr oft. Mit mehr als 125 Siegen zählt die Dortmunderin zu den erfolgreichsten weiblichen Jockeys in Deutschland. Die Freunde des Galopprennsports in Halle dürfen sich freuen, denn Kathi, wie sie von ihren Freunden genannt wird, steigt zur Saisoneröffnung am Samstag, 12. April, auch in Halle in den Sattel. Und sollte sie gewinnen, wird Sportmoderator Werner Hansch bei der Siegerehrung nicht nur eine im Sattel erfolgreiche Sportlerin, sondern auch eine ausgesprochen attraktive Kathi interviewen können.

Jung, hübsch und erfolgreich! Da ist es kein Wunder, dass schon Agenturen bei ihr vorgesprochen haben, um Foto-Shootings zu machen. Von einer Agentur wurde sie sogar auf der Straße angesprochen und gefragt, ob sie nicht Lust hätte, mal als Model zu arbeiten. Sie sagte "ja". Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

"Der Playboy hat aber noch nicht angerufen", lacht die blonde Dortmunderin, von der sich so Katharina Daniela Werningmancher männliche Rennbahn-Besucher wünscht, dass sie ihre "Verkleidung" mit einem Helm, der ihr strahlendes Gesicht und die langen blonden Haare meist nicht richtig zur Geltung kommen lässt, durchaus einmal lüften möge.

Hübsch hin, bemerkenswerte Figur her: Ohne Talent würde Katharina Daniela Werning zumindest auf den Rennbahnen im In- und Ausland wohl für weniger Schlagzeilen sorgen. Doch das Talent ist ihr in die Wiege gelegt worden. Vater Reiner (65) ist gelernter Pferdewirt, Trainer und früherer Rennreiter. Seine Bilanz: Fast 600 Siege! Schwester Britta (43) stieg als Reiterin in den Rennsattel, ebenso die Brüder Mario (41), Frank (40), Pascal Jonathan (25) und eben Katharina Daniela (23) selbst. Einschließlich Vater Reiner gibt es fünf (!) Jockeys in der Familie. Wahrscheinlich Weltrekord!

Außerdem ist Nesthäkchen Clarissa Christina (18) auch rennerprobt. Mit fünf Siegen darf sie sich allerdings noch nicht Jockey nennen. Dafür muss man 50 Siege vorweisen können.

Bei so vielen guten Genen wundert es nicht, dass Nachkömmling Kathi, die eines von sieben Werning-Kindern ist, mit ihren 1,69 Meter und 51 Kilo auch die Aufmerksamkeit eines großen Stalles fand: Zur Zeit ist sie beim berühmten Gestüt Röttgen in Köln-Heumar angestellt, wo Galopper-Trainer Hans Blume ihr Chef ist.

Und der kann stolz sein auf das Energiebündel, das bei Trainern wie Andreas Löwe und Horst Steinmetz arbeitete, die das Reiten allerdings "von Kindesbeinen an" bei ihrem Vater Reiner lernte, wo sie als "Stift" begonnen hatte. Nicht immer lief alles glatt. Jockeys leben bekanntlich gefährlich. "So sechs oder sieben Mal bin ich bei den über tausend Rennen, die ich bisher bestritten habe, auch mal vom Pferd gefallen", erinnert sich die "kleine Werning". Brustwirbel, Ellenbogen und Schultern waren schon lädiert.

Katharina Daniela WerningAber aus der Bahn geworfen haben sie solche Zwischenfälle nicht. Unbeirrt bastelt die einstige Realschülerin an ihrer Karriere. Morgens von 6.30 Uhr bis 12.30 Uhr Reiten in Röttgen, dann weiter zu den Rennplätzen, oft bis nach Frankreich, wo sie in der Saison 2007 zu den erfolgreichsten weiblichen Jockeys zählte.

Werbung macht sie auf ihrer Reiterhose für die Galopprennbahn in Bremen. Dort ist sie wohl nicht nur wegen ihres reiterlichen Könnens aufgefallen. Die Funktionäre des Rennclubs an der Weser müssen sie auch schon mal ohne Helm und in Freizeitkluft gesehen haben: Hübsch, Strahle-Lächeln und freundlich. In Bremen wird sie wohl nicht ihren letzten Werbevertrag unterschrieben haben.

Den Freunden des Rennsports wird Kathi Werning, die privat mit Jockey Marvin Suerland (Köln) sehr gut befreundet ist, jedenfalls noch länger erhalten bleiben. "Ich reite, sagen wir mal, bis ich 35 bin", kündigt sie optimistisch an.